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Was ist gute Ausrüstung für Unterwasserfotografie?

In der Unterwasserfotografie gilt: Unabhängig davon, um welches Ausrüstungsteil es sich handelt, ob Kamera, Unterwassergehäuse, Unterwasserblitzoder was auch immer: Unterwasserausrüstung muss immer bestimmte Kriterien erfüllen, damit wir empfehlen können. Dass sie wasserdicht bzw. salz- und süßwasserresistent sein sollte, ist natürlich selbstverständlich. Das muss nicht extra erwähnt werden. Viel wichtiger sind die Bereiche, die sich erst auf den zweiten Blick offenbaren.

Halbarkeit von Unterwasserausrüstung

In der Unterwasserfotografie setzen wir unsere Ausrüstung extremen Belastungen aus – viel extremer als Studio- oder Landschaftsfotografen. Nicht nur, dass wir sie mit dem größten Feind der Elektronik in Berührung bringen: Salzwasser.

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Nein, wir reisen mit ihnen zu Orten, an denen es entweder extrem warm und feucht ist, wie hier in den Tropen. Oder aber besonders kalt wie in heimischen Seen oder noch extremer in Island, Norwegen oder Kanada. Wir transportieren sie auf kleinen wackeligen Booten auf mitunter rauer See. Oder aber wir tragen Sie wie hier von Land über Fels und Stein durch die Brandung ins Wasser.  All das muss unsere Ausrüstung aushalten.

Deshalb steht für mich an aller erster Stelle immer die Haltbarkeit von Ausrüstung. Sind billige Plastikteile verbaut, die abbrechen können? Wie leicht verkratzen die optischen Teile meiner Ausrüstung? Arbeiten alle Bedienelement auch noch bei Minusgraden? Erst wenn ich bei all diesen Fragen eine zufriedenstellende Antwort bekomme, bin ich bereit mein gutes Geld dafür auch auszugeben.

"Idiotensicherheit"

Der häufigste Grund für Schäden am Equipment oder gar Ausrüstungsverlust ist allerdings nicht die extremen Bedingungen, in denen Unterwasserfotografen arbeiten.Nein, es sind Bedienfehler. Das Gehäuse nicht richtig verschlossen, die Dichtungen nicht richtig überprüft, Befestigungen achtlos vergessen. All das kann ziemlich fatale Folgen haben.

Was also tun? Außer aus seinen Fehlern zu lernen? Am besten arbeitet man nur noch mit Ausrüstung, die weitestgehend idiotensicher ist. Ganz ernsthaft. Wie viele Teile muss man zusammenschrauben, bis die Kamera wasserfest verpackt ist? Sind die Riegel und Verschlüsse leicht zu bedienen und einsehbar? Gibt es Warn- und Überprüfungssysteme, die Alarm schlagen, wenn ich einen Fehler gemacht habe?

Denn eines ist sicher: Ersatz zu kaufen ist nicht nur teuer. In der Unterwasserfotografie befinden wir uns häufig an Orten, an denen sie auch einfach nicht zu beschaffen ist.

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Und mal ehrlich: Wir investieren sehr viel Zeit und Mühe, um an einen dieser wunderschönen, abgelegenen Orte dieser Welt zu kommen, an denen sich die tollen Motive im Meer befinden: Da würden wir uns doch in den Hintern beißen, wenn wir unverrichteter Dinge wieder abziehen müssten, weil ein Teil fehlt oder seinen Geist aufgegeben hat.

Unterwasserfotografie und Gewicht

Ein Kriterium, das in der Praxis eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, ist das Gewicht unserer Ausrüstung. Wobei wir Unterwasserfotografen zwischen zwei Arten von Gewicht unterscheiden: dem außerhalb und dem innerhalb des Wassers.

Dank des Auftriebs, kann ein schwerer Gegenstand im Wasser weniger schwer sein, schweben oder an die Oberfläche treiben und dort schwimmen. Je nachdem wieviel Wasser er verdrängt. Wir sprechen von negativ, neutral und positiv tariert sein.

In den meisten Situationen freuen wir uns darüber, wenn Fotoausrüstung, die wir mit uns führen, eine neutrale Tarierung besitzt. Wir können Sie also loslassen, und weder steigt sie, noch sinkt sie. Das macht uns die Fortbewegung unterwasser einfacher. Und wir können die Kamera nahe an oder über empfindliche Lebewesen manövrieren, ohne diese zu berühren.

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Lediglich wenn unsere Kamera oder unsere künstliche Lichtquelle irgendwo fest positionieren wollen, brauchen wir Abtrieb. Schließlich wollen wir nicht, dass sich unsere Ausrüstung selbständig macht und frei durchs Wasser schwebt. Dann behelfen wir uns mit Unterwasserstativen oder Zusatzgewichten.

Im realen Leben eines reisenden Unterwasserfotografen bereitet uns das Gewicht an Land die meisten Qualen. Nicht nur, dass wir schon unser Tauchgerödel durch die Gegend schleppen. Nein! Unterwassergehäuse, Blitze, Akkus, Objektive und Kamera, das summiert sich schon einmal gerne auf etliche Kilos. Die Hersteller achten zunehmend auf das Gewicht ihrer Produkte

Einen Vorteil, den Du unbedingt nutzen solltest. Solange er nicht auf Kosten der Haltbarkeit erkauft wurde. Denn Fluggesellschaften machen uns das Leben mit ihren zunehmend restriktiven Gepäckregelungen auch nicht unbedingt leichter. Wer nicht aufpasst, zahlt dann schon einmal gerne mehrere hundert Euro zusätzliche Gebühren für einen Urlaub.

Und das Geld?

Womit wir beim leidigen Thema Geld angekommen sind. Wie jedes Hobby oder jede Berufsausrüstung kostet Unterwasserfotografie. Und das auch teilweise nicht zu knapp. Wie viel Du zu investieren bereit bist, weißt natürlich nur jeder selbst. Es macht auch nicht immer Sinn, nur noch die superteure Profiausrüstung zu kaufen. Denn möglichst teuer heißt nicht immer möglichst gut.

Aber allein anhand der genannten Kriterien,  solltest Du schon entscheiden können: Taugt das Super-Billig-Angebot beim Discounter oder in der Tauchbasis am Urlaubsort wirklich etwas? Es kommt darauf an, was Du Dir selber für Ziele gesetzt hast, was Deine Anforderungen sind.

Und ein zweiter – zugegeben recht allgemein gehaltener – Satz dazu: Nicht das Geld macht die guten Fotos, auch nicht die Ausrüstung, sondern der Mensch. Am Ende kommt es auf Deine Fähigkeiten, Deine Kreativität und Dein Durchhaltevermögen an. Häufig bringt es viel mehr, in ein gutes Fachbuch zu investieren als in eine neue Kamera. Oder aber in einen hervorragenden Videoworkshop zur Unterwasserfotografie. Der bringt auch eine Menge.

 

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