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Unterwassergehäuse - Welches Material?

Es wird viel darüber gefachsimpelt, ob die „Plastik“-Gehäuse genauso stabil sind wie die aus Alu. Eines ist klar: Dem Wasserdruck in den Tiefen des Sporttauchens halten beide gleich gut Stand. Allerdings sind die Polycarbonat-Gehäuse meist auf 60 Meter Nenntiefe begrenzt, die aus Aluminium gehen jedoch bis 100 Meter.

Eine Einschränkung gibt es noch bei Kunststoff-Gehäusen mit größeren gerade Bauteilen, durch die für Bedienelemente Durchlässe gebohrt werden Es gibt immer wieder Berichte, dass es an den Verbindungsstellen zwischen Polymer und mechanischen Teilen wie Hebel und Schrauben zu Ermüdungsrissen kommen kann. 

Den wirklichen Unterschied macht allerdings die Wärmeleitfähigkeit der Materialien aus! Wenn feuchte Luft abkühlt kondensiert der darin enthaltene Wasserdampf und schlägt sich an kalten Flächen nieder. Wir kennen das alle von beschlagenen Fenstern oder Brillen. Polymer hat eine niedrigere Wärme- bzw. Kälteleitfähigkeit als Glas, Aluminium eine höhere. Wenn Du also Deine Gehäuse von wärmerer Luft in kaltes Wasser bringst, kühlen beim Polymer-Gehäuse als erstes die Glasflächen aus und beschlagen. Das sind dummerweise genau die Teile, durch die wir fotografieren wollen. Die Ports. Beim Aluminium-Gehäuse jedoch ist als erstes das Metall kalt. Das Gehäuse beschlägt also, Port und Sucher bleiben klar. Ein klarer Vorteil!

Ein unterschiedliches Ausdehungsverhalten bei Wärme und Kälte führt auch dazu, das Unterwassergehäuse aus Aluminium sich besser für das Kaltwassertauchen eignen. Die Bedienelemente werden bei Kunststoffgehäusen häufig schwergängiger, so dass der Unterwasserfotograf z.B. den Druckpunkt des Auslösers nicht mehr so deutlich spürt. Aluminiumgehäuse hingegen lassen sich sogar bei Minusgraden meist noch problemlos bedienen.